Ohrenlicht

„Nicht mehr für Ohren…: Klang,

der wie ein tieferes Ohr,

uns, scheinbar Hörende, hört.

…: Gong!“

R.M. Rilke: Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens

Gong Wasser Klang Bilder von Alexander Lauterwasser, Copyright
Gong Wasser Klang Bilder von Alexander Lauterwasser, Copyright
Gong Wasser Klang Bilder von Alexander Lauterwasser, Copyright

„Ohrenlicht“ – Ein Wort, das mich mit seiner Poesie sofort angesprochen und inspiriert hat. Zum ersten Mal lese ich es bei Klaus Fessmann, der mit seinen Klangsteinen eine ganz eigene, sehr feine Klangwelt ertönen lässt.

 

„Ohrenlicht meint in der chinesischen Philosophie, dass sich beim Hören des Klangsteins im Ohr ein Licht entzündet, welches so etwas wie das Licht der Erkenntnis, das Licht der allumfassenden Wahrheit ist.“

K. Fessmann: Ohrenlicht I

 

„Es gibt ein Augenlicht und ein Ohrenlicht. Das Augenlicht ist das vereinigte Licht der Sonne und des Mondes draußen. Das Ohrenlicht ist das vereinigte Licht der Sonne und des Mondes drinnen. ... Darum ist Verständnis (Ohr) und Klarheit (Auge) gemeinsam ein und dasselbe Licht.“

Aus: Tai I Gin Hua Dsung Dschi. „Das Geheimnis der Goldenen Blüte“

 

Einige Völker Sibiriens haben die Märchen als „Ohrenlicht“ bezeichnet. Wunderschön. Auch sie sprechen vom „Ohrenlicht“, vom Licht, das uns über die Ohren aufgeht!

 

Sehr weise Worte, die uns zum tiefen Nachspüren und Nachsinnen einladen.

Meine eigene Wahrnehmung der Gongklänge ist von dieser Erkenntnis berührt.

Eine Ahnung oder ein inneres Wissen, das weiter erhört und für wahr genommen werden will,

sehr gerne im gemeinsamen Klangerleben und im Austausch darüber.

 

Und jenseits aller Erkenntnistiefen sind die Gongklänge einfach purer Genuss!

Freude an tiefer Entspannung und Ankommen in uns selbst.